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Glossar

Hier erhalten Sie Informationen zu drucktechnischen Begriffen, die während der Auftragsabwicklung des Eindruckes Ihrer UNICEF-Grußkarten auftreten können. Sollten Sie einen Begriff nicht hier finden, senden Sie uns diesen bitte zu. Wir werden dann umgehend das Glossar komplettieren.

Neuer Begriff

Additive Farbmischung
Mischung von Lichtfarben. Die Grundfarben
sind Rot, Grün und Blau. Ihre Anteile addieren
sich zu Weiß. Überlagern sich jeweils nur zwei
Grundfarben, entstehen als Mischfarben die sogenannten
Komplementärfarben.

Andruck
Probedruck im Offsetdruck, der unter Verwendung
der tatsächlichen Druckfarben und des gewünschten
Auflagenpapiers durchgeführt wird. Für den
Andruck werden Druckfilme bzw. -platten benötigt.

Anschnitt
Bereich von -5 mm außerhalb der Druckseite. Dient
dazu, Blitzer (= weiße Stellen) bei randabfallenden
Elementen (Bildern, Grafiken) zu verhindern. Diese
können auftreten, wenn sich das Papier beim Druck
zu stark verzieht (siehe auch „Beschnitt”).

Auflösung
Angabe für die Menge der Bildpunkte auf einer defi-
nierten Strecke, z.B. 100 ppi = 100 Pixel pro Inch
(= Zoll). Je höher die Auflösung, umso mehr Details
können gezeigt werden. Die Angabe der Auflösung
in Pixel pro Inch gilt für Eingabesysteme wie Scanner
oder digitale Kameras.
Die Druckauflösung in dpi (dots per inch) bezeichnet
die Anzahl der Punkte, die ein Drucker bei der
Ausgabe eines digitalen Dokuments auf
analogen Medien pro Längeneinheit setzen kann.

Belichter
Ermöglicht die hochauflösende Ausgabe digitaler
Informationen auf Film oder Fotopapier. Die
Filme dienen überwiegend zur Produktion von
Druckplatten für den Offsetdruck. Neben den klassischen
Filmbelichtern sind auch Plattenbelichter
verfügbar. Hierbei erfolgt die Bebilderung auf
Druckplatten statt auf Film. Durch den Verzicht
auf die Filme können kürzere Produktionszeiten
im Offsetdruck realisiert werden. Allerdings wird
die sogenannte Rüstzeit nicht wesentlich verkürzt,
außer bei einigen Systemen, bei denen die
Druckplatten direkt innerhalb der Druckmaschine
belichtet und automatisch aufgezogen werden.

Beschnitt
Aus technischen Gründen der Verarbeitung wird
auf einem größeren Format, als dem Endformat
gedruckt. Nach dem Druck wird der nicht benötigte
Teil weggeschnitten. Den abzuschneidenden Teil
nennt man Beschnitt.
Randabfallende Elemente der Druckseite müssen
über das Endformat hinaus angelegt werden in
den Anschnitt hinein (ca. mm), um Ungenauigkeiten
durch das Verziehen des Papiers im Druck in der
Weiterverarbeitung auszugleichen.

Bitmap-Datei
Digitales Bild (Foto), bestehend aus einer Matrix
von Bildpunkten (Pixeln), die horizontal und vertikal
angeordnet sind. Je mehr Bildpunkte diese Bitmap
enthält, desto mehr Details können dargestellt
werden. Den Bildpunkten sind Farbinformationen
zugeordnet.

Bittiefe
Jedem Pixel eines Bildes werden Farbinformationen
in Form digitaler Bits zugeordnet. Bei einer
Bit-(Daten-)tiefe von 8 Bit können 8 = 56
Farbinformationen pro Farbkanal definiert werden.
Bei drei Farbkanälen (RGB) ergibt das 56 x 56
x 56 = 16,7 Mio. Farbnuancen, die theoretisch
beschrieben sein können.

Blindprägung
Das Blindprägen dient zur dreidimensionalen Hervorhebung von Linien, Schriften und Ornamenten.
Hierbei kommt es zu einer plastischen Verformung des geprägten Materials. Dabei wird das zu prägende Material zwischen einer Prägeform (Matrize) und einer Gegenform (Patrize) unter Anwendung von Druck verdichtet. Es kommt zu einer Verdichtung des Materials und zu einer Dehnung des Fasergefüges an den Kanten des Motivs. Die so entstehenden dreidimensionalen Abbildungen können mit ungleichmäßig tief geprägten Konturen hergestellt werden. Dafür ist es unumgänglich, dass die Patrize als Negativ genau in die Matrize während des Prägevorgangs einfassen kann.
Die optische und haptische Wirkung der Blindprägung wird durch die Höhenunterschiede und die partielle Verdichtung und Glättung des Prägematerials erzielt.

Bogenoffsetdruck
Nach der Art des zugeführten Papiers werden beim
Offsetdruck Bogen- und Rollenoffset unterschieden.
Bogenoffset eignet sich für kleine und mittlere
Auflagen und kommt daher vorwiegend im
Akzidenzdruck sowie für Verpackungen
und Kartonagen zum Einsatz.

CI - Corporate Identity
Bezeichnung für das einheitliche Erscheinungsbild
aller Drucksachen und Publikationen eines
Wirtschaftsunternehmens. Dazu gehören
Schriftfonts, Logos, Farben.

CIE-Lab
Gleichabständiger Farbraum, der das menschliche
Farbsehen mathematisch exakt beschreibt. Die
Abstände zwischen Farborten im CIE-Lab-Farbraum
entsprechen den vom menschlichen Betrachter
wahrgenommenen Farbunterschieden. Dient als
Berechnungs-Farbraum im Color Management.
Die Buchstaben bezeichnen drei Achsen: „L”
(= Luminanz) für die Helligkeitsachse, „a” bezeichnet
die Achse Rot-Grün, „b” die Achse Blau-
Gelb. Die Achsen „a” und „b” basieren auf der
Gegenfarbtheorie von Hering.

CMYK
Abkürzung für vier subtraktiven Grundfarben
(Prozessfarben)des Farbdrucks -
Cyan, Magenta, Yellow(Gelb) und Black (Schwarz).
Durch Kombinationvon Punktrastern der
vier Farben in unterschiedlichenDichten läßt
sich eine breite Farbpalette im Druck realisieren.
Dient auch zur Bezeichnung des dazu gehörenden
Farbmodells, das prinzipiell auf der subtraktiven
Farbmischung basiert.

Color Management
Technologie, die zur Kontrolle und Definition von
Farben in einem digitalen Arbeitsprozess dient. Nutzt
Messgeräte, um den Farbraum technischer Geräte
festzustellen, und Software, um die daraus entstandenen
Farbprofile zu verrechnen. Wesentlicher
Bestandteil der modernen Medienvorstufe.

Computer-to-Film - CtF
Direkte Ausgabe digitaler Daten auf Druckfilm. Mit
dieser Technologie werden Belichter angesteuert,
die in der Lage sind, vollständige Druckbögen in
der Größe des späteren Druckmaschinenformates
mit Hilfe von Lasern zu belichten. Dadurch wird
die fehleranfällige, manuelle Bogenmontage und
Bearbeitung der Filme überflüssig.



Computer-to-Paper
Digitale Informationen werden ohne Druckform
bzw. Zwischenträger auf direktem Wege vom
Layoutsystem auf den Bedruckstoff übertragen.
Zu diesem Segment gehören Verfahren wie der
Inkjetdruck oder Laserdruck.



Computer-to-Plate - CtP
Bezeichnung für die direkte Ausgabe digitaler
Druckaufträge auf eine Druckplatte, ohne Umweg
über den Druckfilm. Diese Technologie existiert seit
Mitte der 1990er Jahre, hat sich aber erst nach der
Jahrtausendwende wirklich durchgesetzt. Eine Weiterentwicklung
hiervon ist das Computer-to-Press Verfahren, bei dem die
Druckplattenbelichtung in der Druckmaschine erfolgt ( ein bekanntes
Beispiel hierfür ist die Heidelberg Quickmaster DI ).
Ein weiteres neueres Verfahren im Bereich des CtP ist
die Bebilderung der Offsetplatten mit handelsüblichen
Tintenstrahldruckern ( ItP ).

Daten-Preflight
Kontrolle digitaler Druckdaten auf Vollständigkeit
und Integrität hinsichtlich der späteren Druckausgabe.
Dient zum Abfangen potentieller Fehler,
die zu teuren Fehldrucken führen können.

DCS-Format
Spezielle Form des EPS-Formats. Enthält vorseparierte
Daten für den Druck. Die Daten können in 5
separaten Dateien (DCS 1.0) oder in einer Datei (DCS
2.0) vorliegen. Ideal für Bilder mit Schmuckfarben.
Für den Digitaldruck eignet sich dieses Format nur
dann, wenn der Controller der Digitaldruckmaschine
die Option „Separationen kombinieren“ bietet.
Hierbei werden die vier Farbkanäle innerhalb des
Controllers wieder zusammengesetzt.

Digitaldruck
Drucktechnik, die Druckmaschinen auf Tintenstrahl-
bzw. Tonerbasis zur Ausgabe verwendet.
Ausgangsmaterial sind digitale Daten. Benötigt
keine analogen Zwischenschritte (Ausgabe auf
Druckfilm oder Druckplatte) mehr.

Digitalproof
Simulation eines konventionellen Druckverfahrens
mit Hilfe digitaler Drucker. Dabei kommen in erster
Linie Tintenstrahldrucker, in seltenen Fällen auch
tonerbasierte Drucker ( z.B. Laserdrucker zum Einsatz.
Die Berechnung der Farbdaten erfolgt über ein
vorgeschaltetes PostScript - RIP.

Druckfarben
Im Offsetdruck werden ölbasierte Farben verwendet
mit diversen Zusätzen, um die Farben haltbarer und
besser verarbeitbar zu machen. Im Digitaldruck werden
tinten- oder tonerbasierte Farben verwendet.

Druckformherstellung
Eine Druckform wird benötigt, um in den verschiedenen
Druckverfahren die Druckfarbe auf den
Bedruckstoff zu übertragen. Je nach Druckverfahren
unterscheidet sich die Art der Druckform: Sieb mit
der Schablone beim Siebdruck, Druckplatte beim
Offsetdruck, gravierte oder geätzte Platte oder Zylinder
beim Tiefdruck. Die Herstellung einer Druckform erfolgt
in der Druckvorstufe.

Druckplatte
Metallplatte (Fotopolymer oder Silberhalogenid)
mit einer lichtempfindlichen Schicht, auf der mit
Hilfe von Belichtern ein Abbild der Druckdaten
erzeugt wird. Die Druckplatte wird später in
die Druckmaschine eingespannt und dient zur
Übertragung der Druckfarbe auf den Bedruckstoff.

Druckverfahren
Üblicherweise teilt man Druckverfahren nach dem
Verhältnis, in dem die zu druckenden Elemente
zur Druckform stehen, ein. Danach gibt es Flach-,
Hoch-, Tief- und Durchdruck.
Beim Hochdruck stehen die Bildstellen der
Druckform höher als die nicht druckenden Stellen.
Beim Flachdruck liegen druckende und
nicht druckende Teile der Druckform annähernd
auf einer Ebene (Offsetdruck). Im Tiefdruck
liegen Bildstellen der Druckform tiefer als die nicht
druckenden Teile. Beim Durchdruck bestehen die
Bildstellen der Druckform aus einem farbdurchlässigen
Schablonenträger, nicht druckende Teile sind
farbundurchlässig (Siebdruck).

Druckvorstufe
Die Aufgabe der Druckvorstufe besteht darin,
Inhalte (wie Texte, Bilder) in einem Layout zusammenzuführen
und eine Druckform zu erstellen. Oft
auch als Prepress bezeichnet, ist die Druckvorstufe
ein Teilprozess der Drucktechnik. Dabei werden alle
Prozesse vor dem Druck, wie Bilddigitalisierung
und -bearbeitung, grafische Illustration, Datenaufbereitung,
Textsatz und Layouterstellung,
Ausschießen, Film- oder Plattenbelichtung (CTP)
bzw. Gravur (Tiefdruck) zusammengefaßt. Das Ziel
dabei ist immer die Erstellung einer analogen, bzw.
digitalen Druckform.

Druckweiterverarbeitung
In der Druckweiterverarbeitung werden die
bedruckten Bogen oder Bahnen (Rolle) – zu einem
Endprodukt verarbeitet. Dazu gehören beispielsweise
das Zuschneiden, Falzen, Zusammentragen
und Binden der Druckbogen. Oft etwas stiefmütterlich
behandelt, spielt die Weiterverarbeitung
der Druckbogen jedoch bereits bei der Konzeption
eines Druckauftrags eine sehr wichtige Rolle.

DTP (Desktop Publishing)
Heute nicht mehr übliche Bezeichnung für
Arbeitsschritte der klassischen Druckvorstufe,
die digital, mit Hilfe von Personal (Desktop-) Computern
durchgeführt werden.

EPS - Encapsulated PostScript
Dateiformat zum Austausch von PostScript-
Bilddaten zwischen verschiedenen Programmen.
Die Datei enthält PostScript-Code und ein Vorschau-
Bild mit niedriger Auflösung.

Falzen
Scharfkantiges Umbiegen von Papier unter Druck,
um Rückfederung zu vermeiden. Falzen wird in
der buchbinderischen Verarbeitung vor allem
eingesetzt, um aus großen Papierbahnen bzw.
Planobögen handliche Falzbögen zu machen.

Farbauszüge
Sie sind das Ergebnis einer „Farbseparation”.
Im Vierfarbdruck gibt es die Farbauszüge Cyan,
Magenta, Gelb (Yellow) und Schwarz (Black). Die
Farbauszüge können in Form von digitalen Daten,
Druckfilmen oder -platten vorliegen.

Farbe
Bezeichnung für eine menschliche Wahrnehmung,
bei der Lichtintensitäten in verschiedenen Wellenlängenbereichen
von unterschiedlichen Sensoren
im Auge aufgenommen und vom Gehirn interpretiert
und zu einem Eindruck von Farbe
zusammen gesetzt werden.

Farbkennzeichnungssystem
Mathematisch-technisches System zur Kennzeichnung
und Definition von Farbtabellen, wie sie
für industrielle Anwendungen eingesetzt werden.
Beispiele solcher Systeme sind HKS, Pantone
oder RAL

Farbmodell
Erklärungsversuch im Rahmen der Farblehre,
um die Zusammenhänge der menschlichen
Farbwahrnehmung zu systematisieren. Erste einfache
Farbmodelle gibt es von Newton und Goethe.
Die modernen, mathematischen Farbmodelle
wurden von der CIE entwickelt. Zu den bekanntesten
Modellen gehören RGB und CMYK.

Farbprofil
Datei, basierend auf Messwerten, welche den
Umfang der darstellbaren Farben eines digitalen
Ein- oder Ausgabegerätes (Farbumfang), beschreibt.
Wird im Color Management für Farbberechnungen
verwendet.

Farbraum
Beschreibung der von einem digitalen Ein- oder
Ausgabegerät darstellbaren Farben. Wird mit
Hilfe von Farbmessungen ermittelt und in einem
Farbprofil festgehalten. Mit Hilfe des Farbprofils
können im Color Management Farbberechnungen
durchgeführt werden.
Es gibt auch geräteunabhängige Farbräume, z.B.
Lab, die das Spektrum der, für einen menschlichen
Betrachter wahrnehmbaren Farben beschreiben.

Farbraumtransformation
Übertragung von Farbwerten aus einem Farbmodell
in ein anderes. Das ist z. B. notwendig im Laufe
eines grafischen Produktionsprozesses, wenn
Farbwerte von Eingabegeräten (Scanner, digitale
Kamera) in das Farbmodell eines Ausgabegerätes
(Monitor, Drucker) übertragen und an dieses
angepaßt werden müssen. Im Color Management
erfolgt eine Farbraumtransformation auf Basis von
ICC-Profilen.
Häufigste Anwendung ist die Umwandlung von
RGB- in CMYK-Werte bei der Farbseparation.

Farbseparation
Verfahren zur Umwandlung von RGB-Daten eines
Eingabegerätes in den CMYK-Farbraum eines Druckausgabeverfahrens.
Entscheidend ist die Definition
des Schwarzaufbaus. Die dabei angewandten
Verfahren sind GCR (Gray Component Replacement)
und UCR (Under Color Removal). Beim GCR
(Grey Component Replacement) werden gleiche
Anteile der Buntfarben (= Graukomponente) durch
Schwarz ersetzt. Beim UCR (Under Color Removal)
erfolgt dies nur bei stark gesättigten Farben entlang der Grauachse.

Flächendeckung
Maßzahl für die Menge an Farbe, die auf ein Papier
gedruckt wird. Die Flächendeckung wird von
0% bis 100% angegeben. Eine Flächendeckung
von 0% entspricht keinem Farbauftrag. Bei einer
Flächendeckung von 100% bedeckt die Farbe das
Papier vollständig.
Besonders im mittleren Tonwertbereich ( 0-60%) ist
die Mischung aus Farbpigmenten und Papierfarbe
für einen Betrachter sehr sensibel. Hier werden
schon kleinste Verschiebungen wahr genommen.
In dunklen Tonwertbereichen (mit höherer
Flächendeckung) können Differenzierungen nicht
so gut getroffen werden.

Folienprägung
Sonderform des Prägens. Dabei werden im Thermotransferverfahren
Heißfolien mit Hilfe von Druck und Hitze
auf einen Bedruckstoff übertragen. Auf der Trägerfolie befinden
sich mehrere Schichten,die für die Farbe und Haftung
zuständig sind. Diefür die Prägung verwendeten Maschinen nennt
man Prägepressen.

Gamma
Maß für den Kontrast in den Mitteltönen eines
Bildes.

GCR - Grey Component Replacement
Ersetzen der Graukomponente. Verfahren der
Farbseparation, bei dem aus einer Mischung der
drei Buntfarben der Grauanteil (prozentualer Anteil,
zu dem alle drei Farben gleichermaßen vorhanden
sind) herausgenommen und durch die neu hinzukommende
Farbe Schwarz ersetzt wird. Die
Prozentwerte der Buntfarben werden dann um
diesen Anteil reduziert.

Gesamtfarbauftrag
Die maximale Flächendeckung aller vier Druckfarben im
Vierfarbdruck ( CMYK ) zusammen kann theoretisch einen
Gesamtfarbauftrag von 400% ergeben. In der Praxis wird,
um ein Ablegen der Bogen zu verhindern und die Drucke
besser weiterverarbeiten zu können, der
Gesamtfarbauftrag reduziert. Der genaue Wert ist
abhängig vom jeweiligen Druckverfahren.

Gestrichenes Papier
Rohpapier wird bei der Herstellung meist in
einer sogenannten „Streichmaschine” veredelt.
Dabei wird Streichfarbe durch Düsen mit hoher
Geschwindigkeit auf das Papier aufgetragen. Für die
Verteilung der Streichfarbe sorgt ein Streichmesser.
Die Streichfarbe setzt sich meist zusammen aus
Kaolin, Kalziumcarbonat, Bindemitteln, sowie
diversen Hilfsmitteln.

Grammatur
Begriff aus der Papierherstellung, der das Flächengewicht
von Papier bezeichnet. Die metrische
Einheit ist: g/m⊃2; (Gramm pro Quadratmeter).
Normales Office-Druckerpapier hat beispielsweise
80 g/m⊃2;. Ab einer Grammatur von 150 g/m⊃2;
spricht man auch von Karton.

Heißfolienprägung
Beim Heißfolienprägen wird unter der Wirkung von
Druck, Temperatur und Kontaktzeit Schichten einer
Prägefolie mit Hilfe eines Prägestempels auf das
zu veredelnde Material übertragen.
Als Prägewerkzeug kommt ein Messing-, Kupfer- oder
Magnesium-Stempel zum Einsatz, bei dem die
prägenden Elemente erhaben sind und vor dem
Prägevorgang auf Temperaturen von 80 °C und 220 °C aufgeheizt wird.
Mit Hilfe des erhitzten Prägestempels wird dann eine aus mehreren
Schichten bestehende Heißprägefolie auf den Bedruckstoff aufgesiegelt.

HKS-System
Von den Firmen Hostmann-Steinberg Druckfarben,
K+E Druckfarben und H. Schmincke & Co entwickeltes
Farbsystem. Es enthält eine Anzahl genau
definierter Farben, die mit Hilfe von Farbfächern
ausgewählt werden können. Sie werden meist zur
Reproduktion von Schmuckfarben eingesetzt.

Hochdruck
Das älteste Druckverfahren, in Europa Johannes
Gutenberg zugeschrieben. Die druckenden
Teile sind erhaben, d.h. Druckfarbe wird nur an
den hochstehenden Linien, Stegen oder Flächen
der Druckform übertragen. Das spiegelverkehrte
Druckbild wird zunächst eingefärbt und dann
gegen den Bedruckstoff gepresst. Es ist ein direktes
Druckverfahren, d.h., die Druckform gibt die Farbe
direkt auf den Bedruckstoff ab.

HSB
Farbmodell, das Farben auf Basis von drei
Empfindungen beschreibt: Hue (= Farbwinkel),
Saturation (= Farbsättigung) und Brightness
(= Helligkeit). Es ist gut geeignet für eine intuitive
Farbwahl, allerdings entsprechen die Farbabstände
nicht den wahrgenommenen Farbkontrasten.

ICC Profil
Datei, die die Farbraumbeschreibung eines Ein- oder
Ausgabegerätes im grafischen Produktionsprozess
enthält. Wird erstellt auf Basis von Farbmessungen
und Berechnungen einer Color Management
Software.

JPEG
Standardisiertes Kompressionsverfahren für digitale
Fotos. Es ist ein verlustbehaftetes Verfahren, wobei
der Grad der Kompression die erreichbare Qualität
bestimmt.

Kalibration
Ein digitales Ein- oder Ausgabegerät wird bei der
Kalibration in einen technisch einwandfreien,
definierten Zustand gebracht, der jederzeit reproduzierbar
sein sollte. Ziel ist eine eindeutige und
konstante Farbwiedergabe. Dient auch dazu, die
Folgen von Alterungsprozessen der technischen
Komponenten festzustellen und, zumindest teilweise,
zu kompensieren.

Kaschieren
Veredelung von Druckbogen durch den Überzug
von Glanzfolien oder Mattfolien. Dient dem dauerhaften
Schutz von Drucksachen, auch gegen
mechanische Beschädigungen. Wird meist für
langlebige, bzw. häufig in Gebrauch befindliche
Produkte eingesetzt.

Komplementärfarben
Im Farbkreis stehen sich Komplementärfarben
stets genau gegenüber. Danach gibt es drei Paare
von Komplementärfarben
Rot – Cyan
Grün – Magenta
Blau – Gelb
Die Komplementärfarben mischen sich bei der
Additiven Farbmischung zu Weiß und bei der
Subtraktiven Farbmischung zu Schwarz.

Kompression
Verfahren zur Reduktion der Datenmenge digitaler
Dateien. Wird vor allem bei Pixeldaten angewandt.
Es gibt verlustfreie Kompression, bei der keine
Dateiinformation verloren geht, und verlustbehaftete
Kompression ( z.B. bei JPEG-Format), bei der
zugunsten einer stärkeren Speicherplatzeinsparung
Informationsverluste in Kauf genommen werden.

Lab
Mathematisch definierter Farbraum, der alle Farben,
die ein menschlicher Betrachter wahrnehmen
kann, rechnerisch exakt beschreibt. Dient als Basis
für Farbberechnungen im Color Management.

Lackieren
Form der Veredelung von Druckerzeugnissen. In
vielen Fällen erfolgt eine Lackierung bereits in der
Druckmaschine. Dabei werden Druckbogen entweder
vollflächig oder nur bestimmte Bildteile
lackiert. Als Lackarten kommen Wasserlacke
(Dispersionslack), Öldrucklacke und UV-Lacke zum
Einsatz.

Laminieren
Die Veredelung von Druckbogen in der
Druckweiterverarbeitung durch den Überzug von
Polyester-Folien. Hauptzweck ist die Erhöhung der
Haltbarkeit, insbesondere bei Produkten, die häufig
in Gebrauch sind, z.B. Speise- oder Landkarten.

Laufrichtung
Bei der maschinellen Papierherstellung tritt eine
teilweise Ausrichtung der Fasern längs des Bandes
auf. Man spricht von der Laufrichtung des Papiers
und unterscheidet zwischen der Maschinenrichtung
(in Laufrichtung) und der Querrichtung (quer
zur Laufrichtung). Man spricht dabei auch von
Schmalbahn ( Laufrichtung parallel zur langen Seite
des Bogens ) und Breitbahn ( Laufrichtung parallel zur
kurzen Seite des Bogens ).

Makulatur
Wertlos gewordenes, bedrucktes Papier. In der
Druckerei bezeichnet der Ausdruck schadhafte
oder fehlerhafte Papierbogen, die nicht mehr zum
Drucken benutzt werden können, bzw. Fehldrucke.

Moiré-Effekt
Der Begriff leitet sich vom französischen Wort
„moirer” (= marmorieren) her. Dieser Effekt entsteht
durch die Überlagerung von gleichmäßigen Rastern
oder Linien und macht sich durch die Entstehung
neuer Linien bemerkbar. Er tritt z. B. beim Scannen
von Bildern mit periodischen Strukturen (karierte
Hemden, Rasterbilder) auf oder auch bei der
Überlagerung von Druckfilmen mit Druckrastern.

Montage
Früher wurden Textfahnen, sowie Filme der Bilder
und Grafiken manuell zu einer ausgeschossenen
Druckvorlage zusammen montiert. Durch den
Einsatz von Ganzseiten-Layoutprogrammen sowie
digitalen Ausschießprogrammen ist eine manuelle
Montage von Filmen heute nicht mehr notwendig,
die Montage erfolgt im Computer.

Naturpapiere
Ungestrichene und unbehandelte Papiere, weiß
oder farbig. Sie können holzfrei, holzhaltig oder altpapierhaltig
sein und haben meist eine sehr robuste
und feste Oberfläche.

Offsetdruck
Flachdruckverfahren. Das Druckbild entsteht
durch den Trenneffekt von Fett und Wasser. Die
Druckplatte wird mit fettiger Farbe eingefärbt und
gleichzeitig mit Wasser angefeuchtet. An den zu
druckenden Stellen bleibt die Farbe hängen, an den
übrigen Stellen das Wasser. Von der Druckplatte
wird dann auf ein Gummituch gedruckt und
von da auf das Papier. Offsetdruck ist heute im
Akzidenzbereich das verbreitetste Verfahren.
Im Bogenoffsetdruck werden Stapel zurecht
geschnittener Druckbögen verarbeitet, im
Rollenoffset wird von Papierrollen gedruckt.
Rollenoffset wird meist für hohe Auflagen, z.B. im
Zeitungsbereich, eingesetzt.


Opazität
Bezeichnet die Lichtdurchlässigkeit von Papier.
Wichtiger Aspekt, wenn Papier beidseitig bedruckt
wird. Eine gute Opazität bedeutet geringe
Lichtdurchlässigkeit, was die Lesbarkeit von Text
erhöht.

Optische Aufheller
Bei Papieren werden teilweise Pigmente verwendet,
die den unsichtbaren Ultraviolettanteil
von Tages- oder Kunstlicht in sichtbares
Licht umwandeln. Das Papier remittiert auftreffendes
Licht stärker und wird als „strahlend” weiß
wahrgenommen. Optische Aufheller werden insbesondere
bei Papieren für digitale Druckverfahren
verwendet. Unter UV-Licht leuchten diese Papiere
auf (Discoeffekt).

Pantone-System
Farbsystem, basierend auf 15 Grundfarben, die in
einer Vielzahl von Mischungen ca. 1.000 Schmuckfarben
ergeben. Das System basiert, wie HKS, auf
Farbfächern und ist nicht zur Reproduktion von
Bildern geeignet. Der Einsatz dieses Farbsystems
konzentriert sich vorwiegend auf Firmenlogos und
Schmuckfarben.

PDF (Portable Document Format)
Von Adobe Systems Inc. entwickeltes Austauschformat
für komplette digitale Dokumente. PDF-Dateien
sind plattform- und programmunabhängig
und enthalten alle, für den Druck notwendigen
Daten, wie Texte, Bilder, Grafiken und Schriften.
PDF ist ein von der ISO zertifizierter Standard für
Datenaustausch (ISO 159 0- ).

Pixel
Kurzwort aus “picture element“ (Bildelement).
Digitale Bilder bestehen aus nebeneinanderliegenden
Pixeln, die jeweils einen bestimmten Farb- oder
Tonwert aufweisen. Im Auge verschwimmen
die verschiedenfarbigen Pixel zu stufenlosen, kontinuierlichen
Farbtönen.

PostScript-Font
Beschreibung von Schriftfonts mit Hilfe von
PostScript-Befehlen. Dabei werden die Konturen
der Buchstaben durch Vektoren beschrieben
(Printerfont). Für die Darstellung des Fonts am
Bildschirm dient eine separate Datei (Screenfont),
die das Grafikmodell des jeweiligen Betriebssystems
nutzt. PostScript-Fonts sind plattformgebunden
und können 56 Zeichen pro Font enthalten (ASCIIKodierung).
Sogenannte Type-1-Fonts enthalten
zusätzliche Informationen zur Darstellung kleiner
Schriftgrößen. Type- -Fonts enthalten diese „Hints”
nicht.

PostScript
Eine von Adobe Systems entwickelte Seitenbeschreibungssprache.
Dient in der grafischen Industrie vorwiegend zur Ansteuerung
von Ganzseitendruckern (z. B. Laserdrucker). Sie
ist aber auch mathematische Grundlage professioneller
Grafik- und Layoutprogramme wie Illustrator,
Freehand oder InDesign. Graphische Elemente
und Schriften werden auflösungsunabhängig mit
Hilfe von Vektoren beschrieben. Pixel-Graphiken
hingegen werden gerastert. PostScript ist eine
wesentliche Grundlage der modernen digitalen
Druckvorstufe.

PPD = PostScript Printer Description
Datei, die technische Informationen über das jeweilige
Ausgabegerät enthält (Auflösung, Farbe oder
S/W, Papiergröße, Papierzuführung etc.). Sie wird
vom Druckertreiber verwendet, um den PostScript-
Code eines Druckauftrags an ein Ausgabegerät
anzupassen.

Prägen
Sowohl eine Umformung von Druckprodukten, als
auch ein Veredelungsschritt. Es gibt Prägeverfahren,
bei denen auch Farbe übertragen wird. In jedem
Fall wird eine dreidimensionale Reliefstruktur
erzeugt. Das kann durch Druck, Temperatur oder
Zeitaufwand erfolgen. Zum Einsatz kommen hauptsächlich
Walzen oder Pressen. Prägungen findet
man z.B. an Umschlägen von Taschenbüchern, bei
Displays und Werbemitteln. Auch auf Visitenkarten
wird eine Prägung häufig verwendet.

Prägefoliendruck(Heißfolienprägung)
Es handelt sich um ein Hochdruckverfahren, bei
dem eine sehr dünne Folie unter Wärmeeinwirkung
auf Papier, Karton oder eine Kunststofffolie übertragen
wird. Eine große Auswahl an Prägefolien lassen
vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten zu. Mit diesem
Verfahren werden Briefbogen, Visitenkarten,
Glückwunschkarten, Angebotsmappen, Faltschachteln,
Etiketten oder auch Buchumschläge veredelt.

Profilierung
Im Color Management werden die farblichen
Fähigkeiten eines technischen Gerätes durch
Messvorgänge ermittelt. Das Ergebnis wird in
einem Farbprofil gespeichert.

Proof
Herstellung von Seitenandrucken anhand digitaler
Daten, ohne Filmauszüge. Ziel ist die Überprüfung
von Layout und Farbe vor dem endgültigen
Auftragsdruck.
Man unterscheidet dabei zwischen Standproof
und Kontrakt-Proof. Beim Standproof geht es
ausschließlich um die richtige Positionierung der
Seitenelemente. Der Kontraktproof umfaßt darüber
hinaus auch die korrekte Farbigkeit, die visuell und
messtechnisch vom Kunden überprüft und abgenommen
wird. Ein Kontraktproof ist stand- und
farbverbindliche Vorlage für den Druck und die daraus
resultierende Rechnungslegung.
Meist werden für digitale Proofs Tintenstrahldrucker
eingesetzt, da sie den größten Farbraum besitzen
und somit die Farbanmutung anderer
Druckverfahren am besten simulieren können.


Prozessfarben
Damit sind die vier Grundfarben des Drucks
gemeint: Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz.


Punktzuwachs
Eine Änderung der Größe der Rasterpunkte, die
beim Erstellen der Druckplatten und während des
Druckvorgangs entstehen kann. Hierdurch kommt
es, vor allem in den mittleren Tonwerten,
zu unerwünschten Farbverschiebungen.

Raster Image Processor (RIP)
Spezialisierter, sehr leistungsfähiger Computer,
der bei der Druckausgabe digitaler Daten für die
Verarbeitung des Druckdatenstromes, häufig als
PostScript-Code, zuständig ist. Der RIP interpretiert
den Code und setzt ihn in Punktinformationen (=
Maschinensprache) für die Belichtungseinheit des
jeweiligen Druckers um (= Rasterung).
Es gibt Hardware-RIPs, die in die Ganzseitendrucker
eingebaut sind, und Software-RIPs, die auf einem
getrennten Computer installiert werden.

Rasterpunkt
Ein Rasterpunkt setzt sich aus vielen kleinen
Elementen zusammen. Es handelt sich dabei um
sogenannte Pixel, die in einer Matrix (Rasterzelle)
zusammen gefasst werden. Die Form eines
Rasterpunktes kann rund, quadratisch oder auch
elliptisch sein.

Rasterung
Optischer Trick, um Farbnuancen im Vierfarbdruck
darstellen zu können. Raster sind geometrische
Muster aus winzig kleinen Farbpunkten in unterschiedlichen
Größen. Das menschliche Auge
erfasst die Rasterpunkte als Farbmischung. Durch
die unterschiedliche Größe und Überlagerung der
Rasterpunkte kann die Farbmischung gesteuert
werden.

Rasterweite
Dieser Wert gibt an, wie viele Rasterpunkte pro
Einheit (cm, inch) im Druck nebeneinander liegen
können. Eine Rasterweite von 60 L/cm (= Linien
pro cm) bedeutet, daß auf einer Länge von 1 cm
60 Rasterpunkte nebeneinander gedruckt werden.

Rasterwinkel
Beim Druck mit mehreren Farben wird das geometrische
Gitter aus Rasterpunkten für jede Druckfarbe
um einen bestimmten Winkel gedreht, da sich
sonst alle Farben exakt überlagern würden und
keine Farbmischung entsteht. Die traditionellen
Winkel sind 75° (C), 15° (M), 0° (Y) und 5° (K).

Repro
Bezeichnung für alle Arbeitsschritte der Bildbearbeitung.
Umfaßt das Digitalisieren analoger
Vorlagen, technisch-qualitative und geschmackliche
Bildkorrekturen, kreative Bildmontage, sowie
die Aufbereitung der Daten für die Druckausgabe.


RGB
Farbmodell der additiven Farbmischung. Die drei
Grundfarben Rot, Grün und Blau addieren sich
zu Weiß. Dieses Farbmodell kommt immer zur
Anwendung, wenn direktes Licht im Spiel ist,
zum Beispiel bei Scannern, digitalen Kameras oder
Computermonitoren.

Satz
Alle Tätigkeiten in der Druckvorstufe, die mit
Texterfassung und -formatierung zu tun haben.

Scanner
Eingabegerät, mit dem analoge Vorlagen (Bilder,
Texte, Grafiken) digitalisiert werden können. Der
Scanner tastet die Vorlage mit Licht ab. Sensoren
fangen das reflektierte Licht auf, zerlegen das Abbild
in Bildpunkte und wandeln die analoge Information
mit Hilfe eines A/D-(Analog/Digital)-Wandlers in
digitale Informationen um.

Schmuckfarben
Werden meist über Farbsysteme wie HKS oder
Pantone gekennzeichnet. Adobe Photoshop verwaltet
Schmuckfarben in Form von speziellen,
zusätzlichen Farbkanälen.

Schön- und Widerdruck
Bezeichnet man das doppelseitige Bedrucken eines
Druckbogens mit verschiedenen Druckformen. Der
Schöndruck ist hierbei der erste Druckgang, nach
dem der Bedruckstoff gewendet wird und der zweite
Druckgang, der Widerdruck, auf die Rückseite
des Schöndrucks erfolgt. Der Wendevorgang
geschieht entweder durch Umschlagen oder durch
Umstülpen des Bogens.

Schwarzaufbau
Methode, um aus den drei Buntfarben die vierte
Farbe des Drucks, Schwarz, zu generieren. Es
gibt zwei Varianten - GCR (Grey Component
Replacement) und UCR (Under Color Removal).

Siebdruck
Druckverfahren, bei dem die Druckfarbe mit einer
Rakel durch ein feinmaschiges Gewebe auf den
Bedruckstoff gebracht wird. Stellen des Gewebes,
wo keine Farbe gedruckt werden soll, werden durch
eine Schablone farbundurchlässig gemacht. Im
Siebdruck lassen sich eine Vielzahl von Stoffen und
Formen bedrucken.

Spektralphotometer
Messgerät für Farbe, wobei das zu erfassende sichtbare
Spektrum des Lichts in kleine Intervalle zerlegt
und die Lichtintensitäten in Intervallen einzeln
gemessen werden. Liefert die genauesten Messwerte
und ist unabhängig von Lichtverhältnissen. Die
Messwerte können beispielsweise als CIE-Lab oder
CIE-XYZ ausgegeben werden.

Spektrum des Lichts
Der Ausschnitt der natürlichen, elektromagnetischen
Strahlung, der vom menschlichen Auge
wahrgenommen werden kann. Das Spektrum
des Sonnenlichts kann über ein Prisma sichtbar
gemacht werden. Die verschiedenen Wellenlängen
zeigen sich dann als Farben (Regenbogen).

Stahlstich-Prägedruck
Dieses Tiefdruckverfahren gilt als das edelste
und wird vorwiegend für repräsentative Briefausstattungen
oder auch Echtheits-Zertifikate verwendet.
Voraussetzung ist die Herstellung einer
Stahlstichgravur, was meist in Handarbeit nach
Kundenvorlage erfolgt. Das Motiv wird seitenverkehrt
mit einem Stichel in einen polierten Stahlblock
gestochen. Zum Prägen wird eine, ebenfalls per
Hand hergestellte, Matrize aus Karton verwendet.

Stanzen
Im Gegensatz zum Schneiden erfolgen beim
Stanzen keine geraden Zuschnitte, sondern es
werden Außen-, bzw. Innenkonturen erzeugt.
Anwendungsbeispiele sind z.B. gerundete Ecken,
Sichtfenster oder Formkonturen an den Seiten.

Subtraktive Farbmischung
Werden verschiedene Körperfarben miteinander
gemischt, absorbieren die Farbpigmente jeweils
verschiedene Teile des Lichts, und man sieht die
Farbe, deren Anteil von allen Farben am wenigsten
verschluckt wird. Werden alle Anteile des Lichts
absorbiert, wird dies als Schwarz wahrgenommen.

Tellern
Wird Papier in zu trockener Umgebung gelagert,
entzieht die Luft dem Papier zu viel Feuchtigkeit.
Dadurch ergibt sich der Effekt des „Tellerns”, d.h. die
Ecken der Papierbogen stehen hoch.

Thermo-Reliefdruck
Der Thermo-Reliefdruck ist ein verhältnismäßig
junges Verfahren,welches in den USA entwickelt wurde
und sich in Europa einer raschen Verbreitung erfreut.
Der Reliefdruck entsteht in einem zweistufigen Verfahren,
bei dem auf den noch feuchten Offset- oder Buchdruck ein
feines Kunststoffgranulat oder auch Kunststoffschicht gezogen wird.
Dieses Harzpuder bleibt dabei nur auf den bedruckten Stellen
haften und verschmilzt unter Hitzeeinfluss anschließend
zu einer glänzenden Beschichtung.
Der Druck erhält dadurch sein Relief und dadurch eine Optik, die
dem Stahlstich ähnelt. Da nicht wirklich geprägt sondern
aufgetragen wird, sind auf der Rückseite keine Prägespuren
wie z.B. bei Heiß- oder Blindprägung sichtbar.

Tiefdruck
Umfaßt alle Druckverfahren, bei denen die druckenden
Teile als Vertiefungen in der Druckform
bestehen. Die linien-, punkt- oder flächenartigen
Vertiefungen auf einer blanken Metallfläche werden
mit Druckfarbe gefüllt und ein aufgepresstes,
in die Vertiefungen gezwungenes Papier nimmt
diese Druckfarbe auf.
Das Tiefdruckverfahren wird meist für Druckaufträge
mit hohen Auflagen eingesetzt, vorallem
der Rotationstiefdruck.
Der Tiefdruck ist ein direktes Druckverfahren. Die
Druckform, ein gravierter Tiefdruckzylinder, taucht
in eine Farbwanne. Die Farbe füllt die Näpfchen des
Zylinders. Ein Rakelmesser zieht die Farbe von der
Oberfläche des Tiefdruckzylinders ab, so daß sie
nur in den Näpfchen verbleibt. Eine harte gummierte
Walze (Presseur), drückt die Papierbahn gegen
den Zylinder und die Farbe wird aus den Näpfchen
auf den Bedruckstoff übertragen.

Tonwertzunahme
Beim Drucken mit flüssigen Druckfarben vergrößern
sich die Rasterpunkte aufgrund der
Absorption durch den Bedruckstoff und den
Druck der Rollen in der Druckmaschine. Durch das
Farbannahmeverhalten eines Papiers entsteht eine
höhere Flächendeckung als beabsichtigt. Dadurch
wird der Gesamteindruck des Druckbildes dunkler.
Die Höhe der Zunahme wird als Tonwertzunahme
bezeichnet.

Transparenz
Besonderheit des PDF-Format (ab Spezifikation
1.5). PostScript kann beispielsweise keine echten
Transparenzen, also durchscheinende Farben, darstellen
und muß die visuelle Wirkung simulieren.
In PDF-Dateien können Objekte mit Transparenzen
ohne visuelle Tricks erhalten werden.
Bei Pixelbildern werden transparente Bereiche
durch Ebenen, Masken oder Alpha-Kanäle erzeugt
und verwaltet.

TrueType
Schriftfontformat, vor allem auf Macintosh und
Windows-Rechnern verbreitet. Im Gegensatz
zu PostScript-Fonts sind die Informationen für
Bildschirm- und Druckdarstellung in einer Datei
enthalten. Das Betriebssystem benötigt aber einen
„Rasterizer” zur Bildschirmdarstellung. TrueType-
Fonts können auch von den meisten PostScript-
RIPs verarbeitet werden.

Typographie
Visuelle Gestaltung von Texten unter Aspekten der
Ästhetik und, vor allem, der Lesbarkeit. Dazu gehören
die Auswahl von Schriftarten und -schnitten,
Ausrichtung des Textes und Anpassung hinsichtlich
der Lesbarkeit.
Im weiteren Sinne gehört auch die Gestaltung von
Schriftfonts zur Typographie.

Überdrucken
Druckfarben mischen sich, wenn sie übereinander
gedruckt werden. Dadurch entstehen andere
Farben, als ursprünglich gewünscht. Daher werden
überlagernde Farbflächen normalerweise ausgespart.
In bestimmten Fällen können Seitenobjekte
aber gewollt überdrucken, z.B. schwarzer Text,
um für kräftigere Farben zu sorgen und besseren
Kontrast zu sorgen.

Überfüllen
Verfahren zum Ausgleich von Registerdifferenzen
während des Drucks. Bei Farbflächen in Grafiken,
die sich direkt berühren, werden an den Kanten der
Berührungszone feine Linien in einer Mischfarbe
beider Flächen erzeugt. Dadurch wird verhindert,
daß zwischen den Farbflächen weiße Bereiche
(Blitzer) entstehen, wenn sich das Papier beim
Druck verzieht.

Vektorpfad /Vektorgrafik
Konturbeschreibung eines grafischen Objekts (Kreis,
Rechteck, Polygon). Dabei werden Ankerpunkte
gesetzt, die sich automatisch mit Linien verbinden.
Kurvensegmente werden dabei durch Tangenten
bestimmt (Beziér-Kurven). In PostScript werden alle
grafischen Objekte (Linien, Flächen, Buchstaben
bis hin zu komplexen Illustrationen) durch
Vektorpfade definiert. Im Vergleich zu Pixeldaten
benötigen Vektorinformationen erheblich weniger
Speicherplatz.

Veredelung
Bei der Veredelung von Druckprodukten geht
es meist um optische Effekte, insbesondere
Glanzsteigerungen, die einen Blickfang für den
Kunden darstellen sollen. Aber auch der Schutz
gegen mechanische Einflüsse, Flüssigkeiten und
Gase spielt insbesondere bei Verpackungen eine
wichtige Rolle. Beipiele hierfür sind Lackierung,
Kaschierung, Blind- und Heißfolienprägung oder
der Thermo-Reliefdruck.